Jede Seite ein Anfang
Wer das Buch der Anfänge nur schnell zur Hand nimmt, legt es vielleicht wieder zur Seite. Zusammenhanglos scheinen auf den ersten Blick die Textfragmente und Bilder darin. Doch wer sich darauf einlässt erkennt bald auf jeder Seite das Potential einer Geschichte. Einmal beginnt sie als Satz, dann wieder als Bild.
Erzählen, Fabulieren und Fantasieren
Ins Erzählen, Fabulieren, Fantasieren kommen: Diese Einladung sprechen die beiden Gestalter Heinz Janisch und Michael Roher im Vorwort an die Leser*innen des Buches aus. Jeder Satz, jedes Bild legt die Rutsche ins Land der Fantasie. Was hat es mit der Katze auf sich, die sich vom Fleck weg verwandelte? Warum rieseln Buchstaben aus einem Buch? Schon gehen die Gedanken auf Reise und eigene Geschichten nehmen Gestalt an.
Jeder findet seine Geschichte
Je tiefer man sich auf das Buch der Anfänge einlässt, desto bunter blüht die eigene Fantasie. Bald scheinen manche Bilder und Sätze miteinander eine Symbiose einzugehen. Gehören sie gar zur selben Geschichte? Wunderbar ist auch, dass in diesem Buch jeder das Seine finden kann. Denn zwischen vielen fantastisch anmutenden Impulsen verstecken sich auch Anfänge für Geschichten, die das alltägliche Leben schreiben könnte.
Vielfältige Möglichkeiten
Das Buch der Anfänge lässt sich in keine Schublade stecken. Seine Leserschaft ist ebenso vielfältig, wie das, was aus ihm werden kann. Schon vor dem Schulalter bietet es sich als wunderbarer Sprech- und Erzählanlass an – die Fragen sind greifbar, sie müssen nur noch gestellt werden. Als kreativer Schreibanlass für den Unterricht oder als Kreativimpuls für Menschen, die gern in der Freizeit Geschichten zu Papier bringen ist es genauso nützlich. Und letztlich kann man mit dem Buch der Anfänge auch einfach auf dem Sofa liegend ins Träumen kommen.
Heinz Janisch, Michael Roher: Das Buch der Anfänge. Tyrolia, 2025.
